Schwester Consolata Maderbacher (geb. 1937)

Fotograf: Günther Liebminger, 2014

EINE FRAU MODERNISIERT DAS ELISABETHINENSPITAL

Anastasia Maderbacher wurde 1937 in Köppelreith bei Pöllau in der Oststeiermark geboren. Mit 18 Jahren trat sie in den Orden der Elisabethinen in Graz ein, wo sie 1959 die Profess ablegte. Die wissbegierige junge Frau absolvierte daneben eine Ausbildung zur Diplomkrankenschwester und später zur OP-Schwester. 1971 wurde sie zum ersten Mal von der Schwesterngemeinschaft zu deren Vorsteherin gewählt und blieb dann 30 Jahre Generaloberin für den Konvent der Elisabethinen in Graz.

Der Orden der Elisabethinen wurde von Apollonia Radermacher (1571–1626) gegründet, den Namen erhielt er von der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1207–1231), die ihr Leben der Nächstenliebe und Wohltätigkeit widmete. So wirken die Elisabethinen bis heute nach dem Motto „Schau hin und handle“. Diesem Leitgedanken folgte auch Sr. Consolata, als sie 1975 die Neu- und Umbauphase des Grazer Elisabethinenspitals initiierte. Das Spital in der Elisabethinergasse 14, welches bereits 1693 von Maria Theresia Gräfin von Wagensperg als Armenspital, das besonders hilfsbedürftigen Frauen zugute kam, gestiftet worden war, wurde bis 1955 zwar stetig erweitert, war jedoch Anfang der 1970er Jahre so veraltet und sanierungsbedürftig, dass sich die Ordensgemeinschaft unter der Führung von Sr. Consolata zum Bau eines Standard-Krankenhauses mit fünf Fachgebieten entschloss: Medizinische Abteilung, Chirurgische Abteilung, Hals-Nasen-Ohren-Abteilung, Anästhesie-Abteilung und Röntgendiagnostik.

Mit der Gesamtplanung wurde die Grazer Architektin Dipl.-Ing. Fridrun Hussa beauftragt. Sr. Consolata Maderbacher war somit die erste Frau in der Steiermark, die den Bau eines modernen Krankenhauses beauftragt und begleitet hat. Ihr organisatorisches Talent und ihr unermüdliches Engagement waren wesentlich für die Erneuerung des Krankenhauses der Elisabethinen, welches ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung für die Menschen in Graz und in der Steiermark darstellt. Nach ihrer Tätigkeit als Generaloberin war Sr. Consolata Maderbacher zwölf Jahre Generalvikarin und ist bis heute Generalökonomin und Generalrätin des Konvents der Elisabethinen.

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